| Vor 70 Jahren: Adler Trumpf und Primus (20.06.2002) |
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Eine Doppel-Premiere feierten die Adler-Werke im Jahr 1932. Die Modelle Trumpf
und Primus gingen an den Start.Wie viele andere Zwillingspärchen auch, unterschieden
sie sich durch Details: Der Primus kam in Standardbauweise daher, mit Hinterradantrieb
und Starrachsen, der Trumpf hingegen (konstruiert von Hans Gustav Röhr) hatte
bereits Einzelradaufhängung und einen für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen
Vorderradantrieb.
Sinnigerweise hatte nur der günstigere Primus hydraulische Bremsen, der
Trumpf musste noch mit Seilzügen auskommen, Motor und Getriebe waren bei
beiden identisch. Vom Publikum wurden sie schon kurz nach ihrer Vorstellung
begeistert aufgenommen, ihre Verkaufszahlen überflügelten die der vergleichbaren
Autos von Opel, Mercedes und Wanderer um Längen.
Zunächst gab es beide Typen nur als zweitürige Limousine und Zweifenster-Cabriolet,
auf dem Pariser Salon 1932 zeigte dann Ambi-Budd aus Berlin den Trumpf als
gefällige Jupiter-Limousine, die dann 1934 in zwei- und viertüriger Ausführung
ins offizielle Modellprogramm übernommen wurde. Ab 1935 gab es für alle
Modelle Kotflügelschürzen.
Beachtliche Erfolge erzielte der Trumpf bei den in den dreißiger Jahren
so beliebten Langstreckenfahrten, bei denen die Hersteller weniger die Sportlichkeit,
sondern die Haltbarkeit ihrer Produkte beweisen konnten.
Ein Verkaufsargument, das in der Kompaktklasse, die es eigentlich noch gar
nicht gab, immer wieder ankam. Als Ergebnis dieser Erfahrungen war von 1933
bis 1935 der Trumpf Sport (manchmal auch Super Trumpf genannt) im Angebot,
dessen Motorleistung die Adler-Techniker von 38 auf rasante 47PS gesteigert
hatten.
Im Mai 1936 war endgültig Schluss mit Primus und Trumpf, die Produktion
wurde eingestellt. |